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Fachartikel > B2B-Vertrieb 2025

Neue Spielregeln, verĂ€ndertes Kaufverhalten und der SchlĂŒssel zum Erfolg


Wer heute im B2B-Vertrieb erfolgreich sein will, spielt nicht mehr auf dem gleichen Spielfeld wie noch vor fĂŒnf oder zehn Jahren – und schon gar nicht nach den gleichen Regeln.

Das Kaufverhalten hat sich rasant verĂ€ndert: Laut einer aktuellen Gartner-Studie verbringen B2B-KĂ€ufer nur noch etwa 17 Prozent ihrer gesamten Buyer‘s Journey im direkten Kontakt mit potenziellen Anbietern. Der Rest der Zeit fließt in interne Abstimmungen, Online-Recherche und den Austausch mit Kollegen oder Netzwerken. Wer also glaubt, dass nur ein einziger perfekter Pitch die Entscheidung maßgeblich beeinflusst, irrt
gewaltig.

Gleichzeitig ist die Zahl der Beteiligten am Entscheidungsprozess gestiegen. In vielen Branchen sitzen heute fĂŒnf bis sieben Entscheider am Tisch – vom Fachbereichsleiter ĂŒber den IT-Verantwortlichen bis hin zum CFO. Jeder bringt eigene PrioritĂ€ten, Sorgen und Erfolgskriterien mit. Das verĂ€ndert die Rolle radikal: VerkĂ€ufer mĂŒssen nicht mehr wissen, sondern einordnen – und helfen, aus der Informationsflut die relevanten Punkte herauszufiltern. Besonders deutlich wird das in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit, wie wir sie 2025 erleben.

FĂŒr Verkaufs- und Vertriebsleiter heißt das: Die Anpassung an diesen neuen B2B-KĂ€ufer ist keine Option, sondern ein entscheidender Erfolgsfaktor. Es geht um mehr als ein paar neue Folien im Pitch Deck – es geht um einen grundlegenden MentalitĂ€tswechsel. VerkĂ€ufer mĂŒssen lernen, kĂŒrzer, prĂ€ziser und relevanter zu kommunizieren. Sie mĂŒssen schon im Erstkontakt klarmachen, dass sie die Situation des Kunden verstehen, nicht nur ihr eigenes Produkt. Und sie mĂŒssen in der Lage sein, Mehrwert zu liefern, bevor ein Vertrag ĂŒberhaupt in Sicht ist.

Meine Anregung heute deshalb:
Viele AbschlĂŒsse werden beschleunigt, wenn externe Faktoren plötzlich Druck auf den Kunden ausĂŒben – etwa neue gesetzliche Vorgaben, technologische UmbrĂŒche oder Moves eines Wettbewerbers. Richten Sie deshalb fĂŒr Ihre wichtigsten Zielkunden ein einfaches „Trigger-Monitoring“ ein: Legen Sie Google Alerts an, folgen Sie relevanten Branchen-Newslettern und beobachten Sie die Bewegungen der Wettbewerber auf LinkedIn. Wenn Sie als Erster einen solchen Trigger entdecken und den Kunden direkt mit einer passenden Lösung ansprechen, kommen Sie nicht als „VerkĂ€ufer“, sondern als wertvoller Partner ins Spiel – und landen oft auf Platz eins seiner PrioritĂ€tenliste.

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